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Gaspard Vynckier, ein belgischer Industrieller (einer der Brüder, die die Fabrik Vynckier Frères & Co. gegründet haben), und seine Frau Marguerite Massart (die erste Ingenieurin Belgiens), beide polytechnische Ingenieure, haben die Kapverden erstmals im Jahre 1963 besucht, angezogen vom guten Ruf des Klimas. Im Winter konnte das Ehepaar das Wetter in Gent nicht gut ertragen. Herr Vynckier war in seinen Siebzigern, und seine vier Jahre jüngere Frau war asthmakrank. Die Familie Vynckier ist in ganz Europa herumgereist, auf der Suche nach einem ganzjährlich gleichbleibenden Klima. Der Onésime Reclus Atlas, den Herr Vynckier zur Hand genommen hatte, erwähnte „die Kapverdischen Insel mit ihrem herrlichen Klima“.
Zusammengebaut worden ist das Haus durch ein Team aus Santa Maria, zusammen mit einigen belgischen Arbeitern. Ein wichtiger technischer Teil, mit dem Namen ‚Distil’, ist eingerichtet worden (dieser ist heute immer noch da, und wird von den Dorfbewohnern weiter bei diesem Namen genannt), der eine Holzwerkstatt, 4 Generatoren und ein solargetriebenes Wasser-Destilliergerät umfasste. Dieses Destilliergerät war ein von Herrn Vynckier in Griechenland studiertes System, das 4 bis 6 m³/Tag produzierte und die Dorfbewohner somit jahrelang mit Trinkwasser versorgte. Die offizielle Eröffnung fand am 13. Mai 1967 in Anwesenheit von mehreren namhaften Persönlichkeiten statt; unter anderem vom Kapverden-Gouverneur – Admiral Sacramento Monteiro, dem Verwalter der Insel Sal –, Herrn João de Deus Maximiano, Dr. Ramiro und Herrn Pombal.
Herr Gaspard Vynckier und seine Frau haben mit Hilfe von Herrn João Maximiano angefangen, am Dorfleben teilzunehmen. Während der Wintermonate lebten sie in Sal. Das Ehepaar hat zusammen mit niederländischen Experten das Problem der Seewasserdestillierung studiert. Nachdem sie den Gouverneur mit Erfolg überzeugt hatten, hat Herr Gaspard Vynckier (mit belgischen und niederländischen Materialien) ein Destilliergerät für Schwerbenzin entwickelt, mit einer Produktionskapazität von 90m³/Tag, und von 1970-71 hat er den Santa Maria Wasserturm bauen lassen. Um den 40 Tonnen wiegenden Kessel zu leeren, hat man ein spezielles Schiff bauen lassen. Herr Gaspard Vynckier hat der Verwaltung den Plan unterbreitet, ein Abwasser- und Trinkwasserdistributionssystem einzurichten.
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